Hunkemoller DC
Über das Projekt
Im Jahr 2022 wurde Anera mit einem groß angelegten Bodenbauprojekt für das neue Hauptquartier und Distributionszentrum von Hunkemöller in den Niederlanden beauftragt. Das neue Gebäude sollte eine zukunftssichere Kombination aus Büroflächen, Lagerkapazität und moderner Automatisierung darstellen.
Für Anera bedeutete dies ein anspruchsvolles und lehrreiches Projekt nicht nur aufgrund des Umfangs, sondern vor allem wegen der Integration verschiedener Systeme, Lieferanten und Bauabläufe.
Zwei Projektströme, ein Gesamtergebnis
Besonders an diesem Projekt war, dass zwei Auftraggeber beteiligt waren: Hunkemöller selbst und ein externer Lieferant von Fördersystemen. Beide Parteien vergaben jeweils einen Teil der Konstruktion separat. Für Anera bedeutete dies zwei Projektnummern, zwei Lieferströme, aber letztlich ein gemeinsames Endergebnis.
Die größte Herausforderung? Die Bodenkonstruktion dient als integraler Bestandteil sowohl der logistischen Lager- und Sortiersysteme als auch des Gebäudes. Dies erforderte eine enge Abstimmung mit dem Kunden, dem Bauunternehmer, den Förderanlagenlieferanten sowie den Anbietern von Einrichtungen wie Sprinkleranlagen, Beleuchtung und Lüftung.
Technischer Aufbau des Bodens
Das Projekt umfasste mehrere Ebenen:
- Erste Etage (ca. 3.300 m²): fungierte als Durchgangszone mit Förderanlagen und statischer Lagerung. Ein Teil der Konstruktion wurde zudem für eine zukünftige Erweiterung vorbereitet.
- Zweite Etage (ca. 6.900 m²): ausgestattet für automatisierte Auftragsbearbeitung mit Robotern einschließlich Kommissionierstationen.
Der Boden musste unterschiedlichen Belastungen standhalten, abgestimmt auf Lagerung, Roboterverkehr und hängende Konstruktionen für Förderanlagen.
Gemeinsam intelligente Lösungen entwickeln
Im Verlauf des Projekts traten verschiedene Situationen auf, die sowohl technische als auch logistische Flexibilität erforderten.
In der obersten Etage verlangte der Roboterverkehr eine besonders steife und verschleißfeste Bodenkonstruktion. Um dies zu ermöglichen, lieferte Anera alternative Bodenplatten und traf an kritischen Stellen lärmmindernde Maßnahmen.
Dank dieser Kombination aus technischer Expertise, schneller Reaktionsfähigkeit und proaktiver Zusammenarbeit mit allen Beteiligten konnte Anera jederzeit flexibel auf neue Gegebenheiten reagieren, ohne Abstriche bei Qualität, Zeitplan oder Sicherheit zu machen.
Das Ergebnis
Insgesamt verarbeitete Anera mehr als 27 Kilometer Stahlprofile. Die Konstruktion wurde in mehreren Phasen geliefert, mit durchschnittlich zwei LKW-Ladungen pro Tag. Ein straffer Zeitplan war entscheidend, um Überschneidungen zwischen den Teams auf der Baustelle zu vermeiden.
Nach der Fertigstellung zeigte sich das Projektteam von Hunkemöller sichtlich zufrieden. Das Projekt endete mit einer gemeinsamen Auswertung und einem Teamessen. Inzwischen ist das Gebäude vollständig in Betrieb, und andere Kunden wurden bereits vor Ort herumgeführt, um den Anera-Boden in der Praxis zu sehen.
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